Nestlé nimmt Kurs auf Klimaneutralitäts-Ziel: Emissionen einsparen vom Feld bis zum Teller

• Globale Anstrengungen zur Förderung regenerativer Landwirtschaft
• Erste klimaneutrale Marke in Österreich: LITTLE STEPS Säuglingsnahrung
• Lokale Logistik-Ambition: 100% CO2-neutral
Climate
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Der Klimawandel birgt ein großes Risiko für die Zukunft der Lebensmittel. Gleichzeitig sind die Produktion und der Verbrauch von Lebensmitteln eine Hauptquelle für Treibhausgasemissionen. Nestlé wird bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen halbieren, und bis 2050 Klimaneutralität erreichen – und das weltweit, an allen Standorten und mit allen Marken. Um das zu erreichen muss das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen vom Feld bis zum Teller drastisch reduzieren, und die verbleibenden Emissionen durch Projekte zur Bindung von Kohlenstoff in Böden und Bäumen ausgleichen. Im Dezember 2020 hat Nestlé ihren Aktionsplan vorgelegt. Dieser basiert auf drei Säulen: Förderung einer regenerativen Landwirtschaft, Umstellung auf Strom aus erneuerbarer Energie, sowie ein „grüneres“ Portfolio, etwa mit mehr pflanzenbasierten Produkten.
„Wir haben ambitionierte globale Ziele, und jedes Land leistet seinen Beitrag, um diese zu erreichen. Denn: jeder Schritt zählt. Die durch Nestlé in Österreich anfallenden Emissionen sind bereits sehr gering: Wir haben keine Produktionsstandorte mehr, damit liegt der Fokus bei der Reduktion des nationalen Emissions-Fußabdrucks auf unseren operativen Tätigkeiten. Dennoch können wir auch bei der Gestaltung unseres lokalen Produktportfolios wichtige Signale setzen“, sagt Corinne Emonet, Geschäftsführerin von Nestlé Österreich.


Regenerative Methoden in der Landwirtschaft vorantreiben

Mehr als 2/3 der Nestlé-Emissionen stammen aus der Herstellung landwirtschaftlicher Zutaten. Das Unternehmen bezieht diese aus 500.000 Betrieben, mit denen es direkt zusammenarbeitet, und weiteren 4,5 Millionen Betrieben über Lieferanten auf der ganzen Welt. Um die landwirtschaftlichen Emissionen zu bekämpfen, wird Nestlé mit seinen Lieferanten die Art und Weise verändern, wie Lebensmittel hergestellt werden.

Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Verbesserung der Bodengesundheit liegen. Nestlé wird mit Landwirten zusammenarbeiten und diese zu Techniken für eine bodenschonende Landwirtschaft schulen, etwa unterschiedliche Methoden zur Bodenbearbeitung oder Fruchtwechsel. Dies wird dazu beitragen, gesündere Böden zu schaffen, die mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und Wasser speichern können.


100% nachhaltige Beschaffung von Kakao und Kaffee bis 2025

Zwei Hauptzutaten, die Nestlé in vielen ihrer Produkte verwendet, sind Kakao und Kaffee. Das Unternehmen möchte nicht, dass die Produktion dieser Zutaten mit Abholzung verbunden ist - welche zu mehr Kohlenstoffemissionen führt. Um das sicher zu stellen arbeitet Nestlé mit Landwirten zusammen, und daran, einen ehrgeizigen Wiederaufforstungsplan aufzustellen. Im Jahr 2020 startete das Unternehmen eine öffentlich-private Partnerschaft zur Erhaltung und Wiederherstellung des Cavally Forest, eines der letzten verbliebenen Hotspots für Artenvielfalt in Côte d'Ivoire. Insgesamt hat sich Nestlé vorgenommen, bis 2030 jedes Jahr mindestens 20 Millionen Bäume in den Gebieten zu pflanzen, aus denen es Zutaten bezieht.


Nestlé Österreichs Logistik-Ambition: 100% CO2-neutral

Im Bereich Logistik strebt Nestlé Österreich an, bis 2030 100% CO2-neutral zu sein. „Um dies zu erreichen werden wir beim Transport unserer Produkte verstärkt auf die Schiene wechseln. Bereits heute werden 13% der Waren aus unserem Zentrallager mit der Bahn an unsere Kunden ausgeliefert“, sagt Peter Sturm, Head of Operations & IT, „Für kurze Distanzen prüfen wir Optionen wie E-Trucks bzw. für lange Distanzen Hydrogen-Trucks. Hier sind wir aber auch auf die verfügbare Infrastruktur und Fahrzeuge angewiesen – wir sind hierzu in engem Austausch mit entsprechenden Pilot-Projekten in anderen Nestlé Märkten und sind überzeugt, dass wir hier auch in Österreich in den nächsten Jahren Fortschritte erzielen können“. Darüber hinaus wird in den Hauptlagern auf Ökostrom umgestellt.

Bei der Firmenflotte erfolgt bereits sukzessive die Umstellung auf Hybrid-Modelle. Ziel ist es, bis Ende 2022 auf Fahrzeuge mit niedrigeren Emissionen umzusteigen. Firmenwägen werden auch nur mehr selektiv vergeben. Nestlé-Österreich Geschäftsführerin Corinne Emonet geht mit gutem Beispiel voran und verfügt selbst über keinen Firmenwagen.


Verpackungen nachhaltiger gestalten

Nestlé wird ihr Netto-Null Ziel nicht erreichen, ohne ihre Verpackung nachhaltiger zu gestalten. Für das Unternehmen bedeutet dies, mehr recyceltes Material zu verwenden, mehr wiederverwendbare Verpackungen zu erstellen oder Verpackungen vollständig zu entfernen. Bei vielen Marken hat man schon konkrete Ergebnisse erzielt: Die Verpackungen der beliebten Süßwarenmarke Smarties wurden bereits komplett auf recycelbares Papier umgestellt. Bei der SMARTIES Riesenrolle hat man sich zum Beispiel vom bunten Plastikdeckel verabschiedet und durch die neue Konstruktion in Form einer Hexagonrolle den Deckel direkt integriert. Bei NESQUIK tragen die neuesten Sortimentserweiterungen wie etwa NESQUIK All Natural BIO in der recycelbaren Papierverpackung oder der NESQUIK Ready to Drink Kakao mit Papierstrohhalm dem Bemühen Rechnung.


MIWA Pilot mit go2market in Wien

Die Marke NESCAFÉ startet im Mai einen Piloten mit dem Start-up MIWA im Testmarkt von go2market in Wien. Das MIWA-System bietet KonsumentInnen ein Einkaufserlebnis frei von Einwegverpackungen, dafür mit erhöhter Flexibilität und Vielfalt bei der Produktauswahl. Anstatt die NESCAFÉ Produkte in ihrer üblichen Verpackung zu kaufen, können die (Test-)KonsumentInnen ihre eigenen wiederverwendbare Behälter mitbringen.
Am Weg zu klimaneutralen Marken

Nestlé möchte es Verbrauchern erleichtern, sich für nachhaltigere Produkte zu entscheiden – die sowohl gesünder als auch klimafreundlicher sind. Das Unternehmen beschleunigt darum sein Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln, allen voran etwa die Garden Gourmet Produkte. Der Garden Gourmet Sensational Burger auf pflanzlicher Basis hat etwa einen rund 80% geringeren CO2-Ausstoß als ein Rindfleischburger. Garden Gourmet und LITTLE STEPS sind unter jenen Nestlé-Marken, die als erste klimaneutral werden. Die klimaneutralen Marken von Nestlé folgen dabei etablierten internationalen Standards, um die Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus des Produkts zu bewerten.


LITTLE STEPS – als erste Marke in Österreich bereits 2021 klimaneutral

Die Säuglingsnahrungsmarke LITTLE STEPS wird in Österreich bereits 2021 Klimaneutralität erreichen. LITTLE STEPS erfasst dabei auf Produktebene alle CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette inklusive der Nutzungsphase sowie der Entsorgung.

Für die Berechnung aller CO2-Emissionen, die in der Produktion der Produkte entstanden sind, arbeitet LITTLE STEPS mit Climate Partner zusammen. Dabei wurde zunächst versucht, die Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren: zum einen konnten durch die Umstellung auf eine Faltschachtel aus Recyclingkarton Einsparungen erreicht werden, weiters wird in den Werken mit 100% Ökostrom produziert. Unvermeidbar anfallende Emissionen werden durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten ausgeglichen: konkret werden Bäume in Kikonda, Uganda gepflanzt. Über den QR Code auf der Produktverpackung können Informationen über die verursachten Treibhausgasemission und das geförderte Klimaprojekt abgerufen werden. 

Auch Nespresso in Österreich konnte bereits volle Visibilität über den vollen Umfang seiner CO2-Emissionen erlangen und dies für die Erarbeitung des nationalen CO2-Reduktionsplans einsetzen. Durch das eigene Nachhaltigkeitsprogramm, AAA Sustainable Quality™ Program, das 2003 in Kooperation mit der Rainforest Alliance ins Leben gerufen wurde, arbeitet Nespresso mit über 110.000 Kaffeebauern in 15 Ländern an der Einbindung von Nachhaltigkeitspraktiken auf den Farmen und in den umgebenden Landschaften. Auch in Österreich kann man bereits auf zahlreiche lokale Initiativen aufbauen, wie etwa Partnerschaften mit nachhaltigen Lieferanten, wie der CO2-neutralen Paketzustellung, Transport mittels E-Trucks oder Bahn sowie die Etablierung des Nespresso Recycling Programms, das seit 2009 zur Erhöhung der Recycling-Quote und Verbesserung der Kreislaufwirtschaft beiträgt. Bis Ende 2021 stellt Nespresso außerdem alle Kapseln für Zuhause mit mindestens 80% recyceltem Aluminium her.


Über Nestlé
Nestlé ist das weltweit größte Unternehmen für Lebensmittel und Getränke mit Standorten in 187 Ländern. 291.000 Mitarbeiter setzen sich täglich auf der ganzen Welt dafür ein, die Lebensqualität zu steigern und zu einer gesünderen Zukunft beizutragen. Nestlé bietet eine große Anzahl an Produkten und Dienstleistungen für Mensch und Tier in allen Lebenslagen an. Dies umfasst über 2000 Marken von globalen Ikonen wie Nescafé oder Nespresso bis hin zu Innovationen im Health Science Bereich. Die strategische Ausrichtung auf Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden bestimmt den Unternehmenserfolg. Der Hauptsitz von Nestlé ist in Vevey, wo das Unternehmen vor über 150 Jahren in der Schweiz gegründet wurde. Nestlé Österreich mit Sitz in Wien hat ca. 700 Mitarbeiter an 16 Standorten und besteht seit 1879. Wichtigste Marken: NESTLÉ, KITKAT, MAGGI, NESCAFÉ, NESQUIK, PURINA, BEBA, SMARTIES, NESPRESSO.
 

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