Was sagt Nestlé zu Artikeln der „Netzfrauen“ zu Wasser?

Wie üblich werfen die „Netzfrauen“ in ihren Artikeln verschiedene Themen – alte wie neue – durcheinander und bedienen sich dabei aller möglicher Quellen, ohne diese zu benennen. Zu den angesprochenen Themen im Einzelnen:

Hat Nestlé Berichte über eine geplante Wasser-Abfüllung in Äthiopien dementiert?

Nein. Zum damaligen Zeitpunkt waren die Prüfungen vor Ort noch nicht abgeschlossen und die Entscheidung über ein Joint Venture mit einem bestehenden lokalen Unternehmen noch nicht gefallen. Diesen Sachstand hat Nestlé auf Rückfrage jeweils bestätigt. Die Prüfungen haben bestätigt, dass die bereits bestehende Quelle Abyssinia Springs nachhaltig betrieben werden kann und die Rechte der Bevölkerung nicht beeinträchtigt werden. Hierüber und über die Planungen für den Standort hat Nestlé im Mai 2016 informiert.

Beabsichtigt Nestlé Waters, „sich alle Wasserreserven der Welt unter den Nagel zu reißen“?

Nein, das ist völliger Unsinn. Auf abgefülltes Wasser in Flaschen entfällt nur ein sehr geringer Teil der weltweiten Wassernutzung, und Nestlé Waters nutzt nur 0,0009 % des verfügbaren Wassers. Der größte Nutzer ist die Landwirtschaft mit etwa 70 %. Nestlé ist auch nicht in der leitungsgebundenen Wasserversorgung tätig. Nestlé Waters hat weder die Absicht noch die Mittel, um die globale Wasserversorgung zu beherrschen. Nestlé betreibt auch keine „Privatisierung“ der Wasserversorgung.

Kauft Nestlé Wasserrechte in Trockengebieten in Entwicklungsländern auf?

Nein, das wäre auch Unsinn. In Trockengebieten können Mineralwasserquellen nicht sinnvoll betrieben werden, weil, wie der Begriff sagt, dort Wassermangel herrscht. Richtig ist, dass Abfüllbetriebe von Nestlé Waters nur dann in einer Region investieren, wenn eine ausreichende und qualitativ hochwertige Wasserversorgung gewährleistet ist. Alle Standorte werden auch darauf überprüft, ob sie möglicherweise negative Auswirkungen auf die lokale Wasserversorgung haben, und ob Rechte der Bevölkerung vor Ort beeinträchtigt werden könnten.

Liegt das Joint Venture in Äthiopien in einem von Trockenheit bedrohten Gebiet?

Nein, das Werk liegt in einer Region, die von der Dürre nicht betroffen ist und die einen hohen Wasserüberschuss aufweist. Die Abfüllung hat keine Auswirkungen auf andere Landesteile, und ein Programm für die lokalen Gemeinschaften im Umfeld des Standortes wird deren Zugang zu Trinkwasser deutlich verbessern.

Haben Investitionen von Nestlé in Ländern wie Äthiopien oder Nigeria einen Zusammenhang mit lokalen Landkonflikten?

Nein. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den Konflikten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Nigeria oder anderen Ländern und den Aktivitäten von Nestlé. Die für Nestlé Standorte genutzten Flächen haben auch keine Auswirkungen auf den Anbau von Nahrungsmitteln in den betreffenden Regionen. Bei allen Standortentscheidungen wird sorgfältig geprüft, ob Landrechte klar geregelt sind und ob möglicherweise lokale Konflikte bestehen. Richtig ist, dass in einigen Teilen der Welt Konflikte zwischen beispielsweise Nomaden und sesshaften Bauern bestehen – aber mit Nestlé hat dies beim besten Willen nichts zu tun.

Was sagt Nestlé zu Vorwürfen aus Dokumentarfilmen wie „Bottled Life“ oder „Wem gehört das Wasser“ (WDR)?

Beide „Dokumentarfilme“ sind bereits mehrere Jahre alt und behandeln die Thematik nicht objektiv; sie vermitteln, bewusst manipulativ, ein verzerrtes Bild der Aktivitäten von Nestlé Waters. Die Aktivitäten von Nestlé Waters in Pakistan führen nicht zu sinkenden Grundwasserspiegeln, und Nestlé Waters unterstützt die lokalen Gemeinschaften u.a. durch die Bereitstellung von Wasseraufbereitungsanlagen.