Stellungnahme zum Film "Wem gehört das Wasser"



Nestlé ist selber auch der Auffassung, dass das weltweite Wasserproblem von höchster Wichtigkeit ist. Unsere Produkte benötigen Wasser entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau der Rohstoffe, um sie herzustellen, bis hin zum Gebrauch durch den Konsumenten. Wasser ist zudem essentiell für die tägliche Flüssigkeitszufuhr und Hygiene. 

Nestlé hat sich zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser verpflichtet und unterstützt ausdrücklich das Recht auf Wasser für den Grundbedarf, insbesondere für die persönliche Flüssigkeitsversorgung und für die Basishygiene. Nestlé hält an allen Standorten weltweit alle einschlägigen Gesetze und Vorschriften ein, die für unsere Tätigkeiten relevant sind. Es kann nicht in unserem Geschäftsinteresse sein, unsere Wasserquellen falsch zu nutzen. Wir verpflichten uns dazu, diese Wasservorkommen verantwortungsvoll zu nutzen. 

Wir denken, dass es nicht alleine die Industrie ist, die einen verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser pflegen muss. Regierung, Industrie, Landwirtschaft und Konsumenten müssen gemeinsam einen Beitrag dazu leisten, den Zugang zu Wasser für die gesamte Weltbevölkerung abzusichern. 

Der Film „Wem gehört das Wasser“ spricht ein wichtiges Thema an und erwähnt zumindest am Rande einige der Probleme, die mit dem Recht auf Wasser verbunden sind. Dazu gehört die übermäßige Nutzung von Wasser in der Landwirtschaft ebenso wie die Verunreinigung von Wasser u.a. durch die Minenindustrie. 

Nestlé weist die Vorwürfe, die der Film in Verbindung mit Aktivitäten von Nestlé Waters in drei Ländern erhebt, strikt zurück. Alle von Nestlé Waters genutzten Quellen werden unter strikter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben und unter Wahrung von Umweltbelangen betrieben. Nestlé Waters legt großen Wert auf ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis mit den lokalen Gemeinschaften an unseren Standorten weltweit. Wir respektieren das geltende Arbeitsrecht, unterstützen ein striktes Regelwerk für Wasser und befolgen die nationalen und lokalen Regelungen, wie in allen Ländern, in denen wir vertreten sind. Wir fördern die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch mit lokalen Partnern. Dazu gehört auch an vielen Standorten, wo die öffentliche Wasserversorgung nicht sichergestellt ist, die Bereitstellung von Trinkwasser oder Wasseraufbereitungsanlagen im Umfeld unserer Werke. Dies ist auch in Südafrika der Fall. Eine umfassende Stellungnahme und Informationen zu den Aktivitäten von Nestlé Waters finden Sie auf der Internetseite von Nestlé Waters: http://www.nestle-waters.com/creating-shared-value/Wem-gehort-das-Wasser-Nestle-Waters-DE

Zu den Vorwürfen, die der in ORF ausgestrahlten Sendung erhebt: Der Filmauszug enthält falsche und verzerrte Aussagen in Bezug auf die Aktivitäten von Nestlé Waters in Südafrika, die wir richtig stellen wollen: 

  • In Absprache mit der lokalen Gewerkschaft arbeiten Mitarbeiter der Fabrik in Doornkloof 4x 12 Stunden pro Woche. Jeder Dienst beinhaltet Pausen von 2x15 Minuten sowie eine 45-minütige Mittagspause. Ein vom Unternehmen subventioniertes Mittagessen wird über einen Caterer angeboten.
  • Die Mitarbeiter haben während der gesamten Arbeits- und Pausenzeit freien Zugang zu Trinkwasser. Darüber hinaus bekommen sie pro Tag 2 Flaschen à 0.5 Liter und haben ausserdem Zugang zu einer kostenlosen Trinkwasserleitung, das sich ausserhalb der Nestlé-Fabrik befindet, und die allen Bewohnern des umliegenden Dorfes zur Verfügung steht.
  • Die Forderung nach einer Wasserleitung in das Dorf macht den Bau einer Rohranlage unter einer bestehenden Schnellstrasse notwendig. Ein solcher Bau liegt in der Verantwortlichkeit der staatlichen Behörden, die ausserdem ein neues Häuserbauprojekt in der Nähe des Dorfes planen. Nestlé Waters kooperiert mit den lokalen Behörden und unterstützt diese, nicht zuletzt durch Steuerabgaben. Wir möchten nochmals festhalten, dass Nestlé Waters den Dorfbewohnern kostenlosen Zugang zu sicherem Trinkwasser ausserhalb des Fabrikgeländes ermöglicht.

Weitere Informationen hierzu stehen auf der Internetseite von Nestlé Waters zur Verfügung: http://www.nestle-waters.com/creating-shared-value/Nestlé-Waters-in-Südafrika

Nestlé ist nicht in der öffentlichen Wasserversorgung tätig und hat auch nicht die Absicht, die Geschäftstätigkeiten auf leitungsgebundene Wasserversorgung auszuweiten. Das Angebot von abgefülltem Wasser in Flaschen und die leitungsgebundene Wasserversorgung sind grundsätzlich verschiedene Geschäftsfelder, die nicht zueinander in Konkurrenz stehen und sich nicht direkt miteinander vergleichen lassen. 

Wir sind der Auffassung, dass der Umgang mit der Ressource Wasser in seiner Komplexität eine breite und sachliche Diskussion verdient. Unser Verwaltungsratspräsident stellt seine Sicht und Argumente zum Recht auf Wasser, dessen Erhaltung und anderen Aspekte in seinem Wasser-Blog zur Diskussion: www.water-challenge.com. Weitere Informationen zum Thema sind auf der Internetseite von Nestlé zu finden: www.nestle.com/csv/water