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Warum ruft Nestlé BEBA Produkte und ALFAMINO zurück?

Eltern und Betreuungspersonen sollen wissen, dass die Gesundheit von Babys für uns an erster Stelle steht.

In enger Abstimmung mit den zuständigen österreichischen Behörden nimmt Nestlé vorsorglich bestimmte Chargen von verschiedenen BEBA- und ALFAMINO-Säuglingsnahrungsprodukten zurück, die in Österreich verkauft wurden.

Nachdem bei einem Arachidonsäure (ARA)-Öl von einem führenden Zulieferer ein Qualitätsproblem festgestellt wurde, hat Nestlé sämtliche ARA‑Öle sowie die entsprechenden Öl-Mischungen getestet, die bei der Herstellung potenziell betroffener Säuglingsnahrungsprodukte verwendet wurden.
Dieser Rückruf ist eine reine Vorsichtsmaßnahme aufgrund eines möglichen Vorhandenseins von Cereulid – das durch den Mikroorganismus Bacillus Cereus produziert wird.

Es ist uns wichtig zu betonen, dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betreffenden Produkte bestätigt worden sind. Dennoch haben wir aus besonderer Vorsicht beschlossen, diesen vorsorglichen Produktrückruf gemäß unseren strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards umzusetzen.

Wir bestätigen, dass alle anderen Nestlé-Produkte, die nicht von diesem Rückruf betroffen sind, sicher verzehrt werden können.

Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern Besorgnis auslösen kann, und entschuldigen uns aufrichtig für jede Sorge oder Unannehmlichkeiten, die dadurch entstehen bzw. entstanden sind. Wir unternehmen alle notwendigen Schritte, um Eltern während dieses Prozesses bestmöglich zu unterstützen.

Die Sicherheit und Qualität unserer Produkte sowie die Gesundheit von Babys haben für uns oberste Priorität. Bei allen Fragen zu diesem Rückruf können sich Eltern gerne unser Nestlé Konsumentenservice wenden:

E-Mail: [email protected]
Telefonnummer: + 43 (0) 800 23 44 944 
Servicezeiten aktuell: Mo. – Do. von 9 bis 14 Uhr

Weitere Informationen und die Liste der betroffenen Produkte sind hier zu finden.

Bitte überprüfen Sie das MHD und die Chargennummer auf der Verpackung und vergleichen Sie diese Daten mit den Informationen aus der Liste. Eltern, die eines oder mehrere der betroffenen Produkte mit den entsprechenden Chargennummern/Mindesthaltbarkeitsdaten gekauft haben, werden gebeten, ihre Kinder hiermit nicht mehr damit zu füttern, sondern die Produkte im Handel zurückzugeben. Der Kaufpreis der BEBA-Produkte wird auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückerstattet.

Auf welche Symptome sollten Eltern und Betreuungspersonen achten?

Sollten Eltern ihre Kinder mit einem der betroffenen Produkte gefüttert haben, achten Sie bitte darauf, ob ihr Kind stark oder anhaltend erbricht. Weitere mögliche Begleiterscheinungen können Durchfall oder eine ungewöhnliche Müdigkeit sein. Diese Symptome treten in der Regel innerhalb von 30 Minuten bis 6 Stunden nach einer möglichen Aufnahme auf.

Zeigt das Kind keine dieser Symptome, besteht kein Grund zur Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen.

Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Fragen zur Gesundheit oder Ernährung Ihres Kindes haben, empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt bzw. Ihre medizinische Fachkraft zu wenden.

Unabhängig davon, ob Symptome auftreten oder nicht, empfehlen wir Eltern und Betreuern, ihre Kinder nicht mehr mit den betroffenen Produkten zu füttern. 

Wann treten die Symptome nach dem Verzehr auf?

Symptome treten in der Regel schnell auf – meist beginnt Erbrechen etwa 30 Minuten bis 6 Stunden nach dem Verzehr.  
Da Babys generell sehr schnell austrocknen können, sollte wiederholtes Erbrechen nach dem Konsum der betroffenen Produkte umgehend medizinisch abgeklärt werden – unabhängig davon, ob Cereulid die Ursache ist. 

Wurde bereits eine Erkrankung durch diese Produkte gemeldet?

Bislang gibt es keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den zurückgerufenen Produkten.  
Der Rückruf erfolgt rein vorsorglich – aus größter Sorgfalt und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden.

Was ist die Ursache für diesen vorsorglichen Produktrückruf und ist sie inzwischen behoben?

Nestlé ruft diese Produkte vorsorglich zurück, da möglicherweise Cereulid enthalten sein könnte.

Das mögliche Vorhandensein von Cereulid wurde im Rahmen unserer routinemäßigen Produktkontrollen entdeckt. Nachdem bei einem Arachidonsäure (ARA)-Öl von einem führenden Zulieferer ein Qualitätsproblem festgestellt wurde, hat Nestlé sämtliche ARA‑Öle sowie die entsprechenden Öl-Mischungen getestet, die bei der Herstellung potenziell betroffener Säuglingsnahrungsprodukte verwendet wurden.
Der Lieferant dieses Rohstoffs wurde umgehend informiert. Zusätzlich haben wir unsere Qualitätsprotokolle weiter verstärkt.

Wir arbeiten eng mit den zuständigen Behörden und unseren Handelspartnern zusammen, um einen reibungslosen und geordneten Rückruf sicherzustellen.

Gab es Mängel in Ihren Sicherheits- und Qualitätsprozessen?

Nein, unsere Qualitäts- und Sicherheitsstandards wurden eingehalten.

Das Auftreten von Cereulid in Säuglingsnahrung ist sehr selten. Dennoch haben unsere umfassenden Monitoring Protokolle dabei geholfen, das Problem zu erkennen, die Ursache – das Öl eines globalen Zulieferers – zu identifizieren und die relevanten Branchenverbände zu informieren, damit auch andere Hersteller gewarnt sind.

Wir werden unsere wissenschaftliche Expertise weiterhin einbringen, um branchenweite Standards und Testverfahren weiter zu verbessern.

Was ist Cereulid?

Cereulid ist ein Stoff, der von bestimmten Stämmen des Mikroorganismus Bacillus cereus gebildet wird und im ungünstigsten Fall innerhalb weniger Stunden starkes und anhaltendes Erbrechen, Durchfall und ungewöhnliche Müdigkeit verursachen kann.

Gibt es einen offiziell anerkannten Grenzwert für Cereulid in Säuglingsnahrung?

Derzeit existiert kein allgemein anerkannter sicherer Grenzwert für Cereulid in Säuglingsnahrung. Nestlé folgt daher den strengen EFSA Leitlinien, die einen nicht nachweisbaren Gehalt („nicht nachweisbar“ bedeutet: unter 0,2 µg/kg) an Cereulid verlangen.
Für uns steht außer Frage: Die Gesundheit und Sicherheit von Babys haben immer Vorrang.

Haben die Behörden ihre Richtlinien zu Cereulid geändert?

Uns liegen aktuell keine offiziellen Änderungen der Behördenleitlinien vor. Die EFSA hält weiterhin an der Empfehlung fest, dass in fertigen Produkten kein nachweisbares Cereulid vorkommen darf. Genau diesen Standard setzen wir bereits um.

Was ist Bacillus cereus?

Bacillus cereus ist ein Mikroorganismus, der häufig in Rohstoffen und gelegentlich in Lebensmitteln wie Milch und Milchprodukten vorkommt. Die meisten Stämme sind unbedenklich, einige können jedoch Cereulid bilden, das innerhalb weniger Stunden starkes und anhaltendes Erbrechen verursachen kann. Weitere mögliche Begleiterscheinungen können Durchfall oder eine ungewöhnliche Müdigkeit sein.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der AGES.

Wird ihre Säuglingsnahrung weiterhin verfügbar sein? Wie stellen Sie sicher, dass Eltern und Betreuungspersonen, die auf die Produkte angewiesen sind, Zugang zu sicheren Produktalternativen haben?

Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern Sorgen auslösen kann.

Wir arbeiten intensiv daran, mögliche kurzfristige Einschränkungen in der Produktverfügbarkeit gemeinsam mit unseren Handelspartnern zu vermeiden. Für die Unannehmlichkeiten, die diese Maßnahme für Eltern mit sich führt, möchten wir uns aufrichtig entschuldigen.

Haben Sie die Produktion wieder aufgenommen? Und wie kann ich sicher sein, dass die Produkte sicher sind?

Die Produktion wurde in den meisten unserer Werke für Säuglingsnahrung wieder aufgenommen und wir sind von der Sicherheit unserer Produkte vollständig überzeugt.

Wir haben die Verwendung von ARA-Öl (Arachidonsäure-Öl) des betroffenen Lieferanten sofort eingestellt. Alle Chargen des entsprechenden Öls von anderen Lieferanten werden jetzt systematisch getestet, um sicherzustellen, dass kein Cereulid enthalten ist.
Zusätzlich führen wir umfangreiche Tests während und nach der Produktion durch. Alle Produkte im Markt sind sicher und können bedenkenlos gefüttert werden.

Nach dem Rückruf arbeiten wir unter Hochdruck daran, die Versorgung schnellstmöglich wieder aufzubauen, damit Eltern und Familien weiterhin sichere Produkte erhalten, auf die sie sich verlassen können.