Kakao

Kakao

Kakao ist eine wichtige Zutat für unsere Süßwaren- und Snackprodukte.

Wir unterstützen Kakaobauernfamilien und die Umwelt, in der sie tätig sind, dabei, die Herausforderungen des Kakaoanbaus zu bewältigen. Dazu gehören Risiken wie Kinderarbeit, niedrige Einkommen von Kakaobauernhaushalten sowie das damit verbundene Risiko der Entwaldung.

Mit unseren Programmen tragen wir dazu bei, die Lebensbedingungen der Kakaobauernfamilien zu verbessern, nachhaltige Anbaumethoden zu fördern und natürliche Ökosysteme zu schützen.

Unser Fortschritt

96.2 %
178821
2075278

*Der Anteil des im Rahmen des Nestlé Cocoa Plan bezogenen Kakaos umfasst Mengen an Rainforest-Alliance-zertifiziertem Mass-Balance-Kakao. Er umfasst zudem verifizierte Mengen aus dem Nestlé Cocoa Plan sowie von Lieferanten bereitgestellte Daten zu den Kakaobauernhöfen.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Environmental Disclosures" - Non-Financial Statement 2025 (PDF, 18MB).

Mehr zur unabhängigen Prüfung ausgewählter Nachhaltigkeitskennzahlen von Nestlé erfahren Sie im Abschnitt „Appendix 9 – Assurance Statement“ des Non-Financial Statement 2025 (PDF, 18MB)

Im Jahr 2009 haben wir den „Nestlé Cocoa Plan“ ins Leben gerufen.

Im Januar 2022 haben wir das „Nestlé Income Accelerator“-Programm gestartet. Dieser innovative, familienorientierte Ansatz zielt darauf ab, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen und die Risiken von Kinderarbeit zu verringern. 

Unser Ansatz bei der Beschaffung von Kakao

Im Rahmen des Nestlé Cocoa Plans arbeiten wir mit Landwirtinnen und Landwirten, Gemeinden sowie lokalen und internationalen Organisationen zusammen, um Lösungen für die Herausforderungen in Kakaoanbaugemeinschaften zu entwickeln und umzusetzen.

Zusätzlich zu unserer Zusammenarbeit mit den Anbaugemeinschaften müssen unsere Kakaolieferanten die Anforderungen unseres "Responsible Sourcing Core Requirements Standards (PDF, 2MB)" erfüllen. Dass im Jahr 2025 96,2 % unseres Kakaos über den Nestlé Cocoa Plan bezogen wurden, zeigt die Fortschritte, die wir bei der Stärkung unserer Prozesse erzielt haben. Dies geschah trotz Herausforderungen in der globalen Kakaolieferkette, die durch eine erhöhte Marktvolatilität, Versorgungsengpässe und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Kakaoversorgung für unsere Produkte geprägt waren.

Um unserem Anspruch an eine verantwortungsvolle Beschaffung weiterhin gerecht zu werden und gleichzeitig den zunehmenden Herausforderungen globaler Lieferketten Rechnung zu tragen, haben wir unser Ziel angepasst: Ab 2026 streben wir an, dauerhaft 95 % bis 100 % unseres Kakaos über den Nestlé Cocoa Plan zu beziehen. Damit verfolgen wir einen pragmatischen Ansatz, der operative Realitäten berücksichtigt, ohne unser Ambitionsniveau zu senken.

Zu diesen Realitäten zählen:

  • Die Integration neu erworbener Unternehmen, die Zeit benötigen können, um die Anforderungen unseres "Responsible Sourcing Core Requirements Standards (PDF, 2MB)" vollständig umzusetzen.
     
  • Herausforderungen bei der lückenlosen Rückverfolgbarkeit der Lieferkette, insbesondere bei kleineren Beschaffungsmengen sowie in fragmentierten oder risikobehafteten Lieferketten, in denen die Rückverfolgbarkeit branchenweit noch weiterentwickelt wird.
     
  • Der gezielte Einsatz von Spotkäufen, um kurzfristig auf Veränderungen der Konsumentennachfrage reagieren zu können. Diese können gelegentlich Beschaffungen außerhalb unserer zertifizierten oder verifizierten Netzwerke erforderlich machen.
     
  • Unvorhersehbare Störungen, beispielsweise logistische Einschränkungen oder geopolitische Ereignisse, die vorübergehend eine Beschaffung außerhalb unserer zertifizierten oder verifizierten Netzwerke notwendig machen können.

Erklärung wichtiger Begriffe

Verantwortungsvolle Beschaffung

Für Nestlé bedeutet verantwortungsbewusste Beschaffung, die Rückverfolgbarkeit unserer Zutaten zu verbessern und zu überwachen, wie diese hergestellt werden. Dazu gehört die Anwendung unserer Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen – die in unseren "Responsible Sourcing Core Requirements (PDF, 2MB)" detailliert beschrieben sind – in den verschiedenen Phasen unserer Lieferkette. Zu diesen Anforderungen gehört beispielsweise, dass das Land und die Ressourcen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften respektiert werden und dass in unserer Lieferkette keine Entwaldung und keine Umwandlung von Wäldern und anderen Ökosystemen stattfindet.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Verantwortungsvolle Beschaffung.

Existenzsicherndes Einkommen

Der Begriff „existenzsicherndes Einkommen“ bezeichnet das Nettoeinkommen, das ein Haushalt erzielen muss, damit alle Haushaltsmitglieder einen würdigen und angemessenen Lebensstandard führen können. Dazu gehören die Deckung grundlegender Bedürfnisse wie Ernährung, Wasser, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Transport, Kleidung und weiterer wesentlicher Ausgaben sowie die Möglichkeit, Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse zu bilden.

Unser Income Accelerator Programm (IAP)

Das Nestlé Income Accelerator Programm wurde im Januar 2022 eingeführt, zunächst in der Elfenbeinküste und ab 2024 auch in Ghana ausgerollt.

Dieser innovative, familienzentrierte Ansatz zielt darauf ab, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen und die Risiken von Kinderarbeit zu verringern. Das Programm ist so konzipiert, dass es Verhaltensänderungen und Belohnungspraktiken fördert – sowohl im Haushalt als auch auf dem Bauernhof – und konzentriert sich dabei auf vier Schlüsselbereiche: Produktivität der Kakaofarmen, Einschulungsquote, Agroforstwirtschaft und zusätzliche Einkommensquellen.

Seit dem Start des Nestlé Income Accelerator Programms im Jahr 2022 wurde die Reichweite kontinuierlich ausgebaut. Ursprünglich verfolgte Nestlé das Ziel, bis 2030 rund 160.000 Kakaobauernfamilien zu unterstützen. Derzeit nehmen etwa 45.000 Familien am Programm teil. Mit der Weiterentwicklung der "TogetherCocoa" Foundation wird das Engagement künftig weiter ausgebaut und der Ansatz fortlaufend angepasst. Dabei soll die Unterstützung sowohl über die direkte Lieferkette als auch über die Aktivitäten der Stiftung ausgeweitet werden.

Laut einem Fortschrittsbericht des KIT Institute aus dem Jahr 2026 erzielt das Programm weiterhin positive Ergebnisse. Im Vergleich zu 2022 stieg das Nettoeinkommen aus dem Kakaoanbau (in USD) um 190 %, während die Kakaoproduktion (kg/ha) um 4 % zunahm.

Nestle Income Accelerator Video

Die drei Säulen des Nestlé Cocoa Plan

Bessere Bewirtschaftung
Verbesserung der Lebensbedingungen in den Anbaugemeinschaften
Kakao Farmer
Besseres Leben
Verbesserung der sozialen Rahmenbedingungen für Familien
Schulbildung
Besserer Kakao
Stärkung einer nachhaltigen und widerstandsfähigen Kakao-Lieferkette
Kakao Betrieb

Bessere Bewirtschaftung

Wir unterstützen Landwirtinnen und Landwirte durch Schulungen zu guten landwirtschaftlichen Praktiken (Good Agricultural Practices, GAPs), um ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Dazu gehören unter anderem integrierte Schädlings- und Unkrautbekämpfung, fachgerechter Rückschnitt von Pflanzen sowie die Pflanzung von Schattenbäumen zur Steigerung der Erträge und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Betriebe.

Die Schulungen werden über Feldschulen und individuelle Beratung angeboten. Die Umsetzung der vermittelten Praktiken wird zudem im Rahmen unseres Engagements zur Förderung regenerativer Landwirtschaft unterstützt. Ziel der GAP-Schulungen ist es, den Krankheitsbefall bei Nutzpflanzen zu verringern, die Qualität der Kakaobohnen zu verbessern, Plantagen zu verjüngen und Landbewirtschaftungsmethoden zu fördern, die ökologische Ziele unterstützen.

Um die Einkommensquellen der Landwirtinnen und Landwirte zu diversifizieren, stellen wir außerdem Schulungen und Materialien für den Anbau oder die Verarbeitung weiterer Feldfrüchte wie Maniok bereit. Zusätzlich fördern wir die Geflügelhaltung sowie die Imkerei zur Honigproduktion.

Das Nestlé Team übernimmt einige Maßnahmen direkt, darunter die Betreuung von Baumschulen für Schattenbäume, Schulungen zu Gleichstellungsthemen für Genossenschaften sowie die Entwicklung von Videotrainings. Darüber hinaus unterstützen wir Rückschnitt-Teams finanziell, um die Produktivität zu steigern, und erproben innovative Ansätze, die unsere Lieferanten anschließend im größeren Maßstab umsetzen können. Wir streben langfristige Partnerschaften mit Genossenschaften an. Mit einigen von ihnen arbeiten wir bereits seit mehr als acht Jahren erfolgreich zusammen.

Bessere Bewirtschaftung

Dieses Video wurde mit einem Mobiltelefon gefilmt, was die Qualität von Bild und Ton beeinträchtigen kann.

Erklärung wichtiger Begriffe

Regenerative Landwirtschaft

Im Einklang mit der Plattform für nachhaltige Landwirtschaft definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen – vor allem den Boden, aber auch Wasser und die biologische Vielfalt – zu erhalten und wiederherzustellen, dabei Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse zu binden und die Existenzgrundlage der Landwirte zu sichern. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind unter anderem reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19MB).

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Klima: Regenerative Landwirtschaft.

Bessere Lebensbedingungen – für verbesserte soziale Rahmenbedingungen von Familien

Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützen wir Frauen in Kakaoanbaugemeinden durch dörfliche Spar- und Kreditvereinigungen (VSLAs), stärken ihre Selbstbestimmung und verbessern ihren Zugang zu Finanzmitteln. Zudem gehen wir Risiken im Zusammenhang mit Kinderarbeit mithilfe des „Child Labor Monitoring Remediation System“ (CLMRS) an, das wir 2012 in Zusammenarbeit mit der International Cocoa Initiative (ICI) entwickelt haben und das heute als Branchenstandard gilt.

Besserer Kakao - Stärkung der Kakao-Lieferkette

Wir streben eine transparentere und besser rückverfolgbare Lieferkette an und bauen unsere Zertifizierungs- und Verifizierungsmaßnahmen weiter aus. Bei Nestlé setzen wir verschiedene Rückverfolgbarkeitssysteme ein, darunter Mass Balance, Segregation (getrennte Lieferketten) und Identity Preserved (identitätswahrende Rückverfolgbarkeit).

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Stufen der Rückverfolgbarkeit. 

Verbesserte Rückverfolgbarkeit in einer komplexen Kakaolieferkette

Bei bestimmten Kakaosorten, wie beispielsweise aus Brasilien, Ecuador oder Venezuela, sowie für den lokalen Verbrauch verfolgen wir einen vom „Nestlé Cocoa Plan“ verifizierten Ansatz (überprüft durch unabhängige Dritte).

Wir arbeiten weiter daran, unsere Rückverfolgbarkeitssysteme zu verbessern. Dadurch können wir unser Verständnis für Risiken in der Kakaoproduktion, wie beispielsweise Kinderarbeit oder Entwaldung, vertiefen und kontinuierlich daran arbeiten, diesen Risiken wirksam entgegenzuwirken.

Unsere Kakaolieferanten (PDF, 200KB) kümmern sich um die geschäftlichen Beziehungen zu den Genossenschaften und um den Großteil ihrer Nachhaltigkeitsmaßnahmen, einschließlich der Rainforest-Alliance-Zertifizierung, sofern diese zutrifft.

Erfahren Sie mehr über die Rainforest-Alliance-Kakao-Zertifizierung und die verschiedenen Stufen der Rückverfolgbarkeit.

Kakao Betrieb
IAP Report Cover 2026

Kakaoanbau zwischen Bäumen

Kakaopflanzen wachsen besser und liefern gesündere Ernten, wenn sie unter dem Blätterdach größerer Bäume stehen, die Schatten auf den Kakao werfen.

Im Rahmen unserer integrierten Klima- und Naturstrategie sowie unseres Transformationsplans "Roots of Net Zero (PDF, 14MB)" und des Income Accelerator Programms unterstützen  wir die Anpflanzung einheimischer Wald- und Obstbäume in der Elfenbeinküste (wie Fraké, Irvingia, Akpi, Framiré, Bété und Pfeffer), um die Ernten vor Hitzestress und übermäßigen Niederschlägen zu schützen. Diese Bäume tragen zudem zur Verbesserung des Wasserhaushalts, der lokalen Artenvielfalt, der organischen Substanz im Boden und der Kohlenstoffbindung bei. Außerdem bieten sie das Potenzial, den Bauern zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen.

Im Rahmen des Nestlé Cocoa Plan haben wir weltweit 2,07 Millionen Wald- und Obstbäume verteilt.

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Environmental Disclosures" - Non-Financial Statement 2025 (PDF, 18MB).

cocoa

Erklärung wichtiger Begriffe

Netto-Null

Im Jahr 2019 haben wir unser Ziel bekannt gegeben, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) zu erreichen. 2026 haben wir unseren zeitlich festgelegten Umsetzungsplan mit dem Bericht "Roots of Net Zero (PDF, 14MB)" aktualisiert. Dieser bildet die Grundlage unserer Klima- und Naturstrategie und dient als Transformationsplan, der mit dem 1,5-°C-Pfad im Einklang steht und von der Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt wurde.

Verbleibende Emissionen werden wir durch hochwertige naturbasierte Lösungen ausgleichen, beispielsweise durch Agroforstwirtschaft, Silvopastorale Systeme (die Kombination von Bäumen, Weideflächen und Viehzucht) sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Moorlandschaften.

Weitere Informationen über unser Ziel "Netto-Null".

Mehr zur unabhängigen Prüfung ausgewählter Nachhaltigkeitskennzahlen von Nestlé erfahren Sie im Abschnitt „Appendix 9 – Assurance Statement“ des Non-Financial Statement 2025 (PDF, 18MB).

Mit Transparenz gegen Entwaldung

Seit 2020 berichten wir jährlich darüber, wie wir gegen Entwaldung vorgehen und regenerative Anbaumethoden bei Kakaobauern in der Elfenbeinküste und in Ghana fördern.

Unser CFI-Fortschrittsbericht verdeutlicht unser Engagement für die Cocoa & Forests Initiative (CFI). Die CFI ist ein Konsortium aus 35 führenden Kakao- und Schokoladenunternehmen, die 85 % des weltweiten Kakaoverbrauchs ausmachen und von den Regierungen der Elfenbeinküste und Ghanas geleitet werden. Ziel der Initiative ist es, die Entwaldung zu beenden und Waldgebiete wiederherzustellen.

Wir erkennen die Notwendigkeit an, durch gemeinsames Handeln und gemeinsame Investitionen in vorrangige Landschaften sowie durch Investitionen in die Lieferkette die Maßnahmen zu beschleunigen und auszuweiten.

Weitere Informationen finden Sie in der Zusammenfassung unseres aktuellen Cocoa Forest Initiative Fortschrittsberichts (PDF, 2MB).

Wachsende Wälder und engagierte Gemeinden

Das Cavally-Waldschutzgebiet ist eines der wichtigsten geschützten Ökosysteme der Elfenbeinküste, Heimat von Elefanten und einer reichen Artenvielfalt, doch es ist durch illegalen Bergbau, Holzeinschlag und Kakaoanbau von Zerstörung bedroht. Heute erholt sich der Wald dank staatlich geleiteter Patrouillen, Partnerschaften mit lokalen Gemeinschaften und Satellitenüberwachung stetig – sowohl auf natürliche Weise als auch durch gezielte Maßnahmen.

Seit 2018 ist die Waldfläche im Cavally-Wald um 10 % gewachsen. Bis 2024 konnten sich mehr als 7.000 Hektar auf natürliche Weise regenerieren. Diese verbesserte Vernetzung der Waldflächen stärkt die Lebensräume wildlebender Tiere und kommt insbesondere den rund 250 Waldelefanten zugute. Darüber hinaus wurden bis 2024 972 Hektar Wald neu angelegt und 26.092 einheimische Bäume im Cavally-Waldreservat gepflanzt.

Da nun eine Verwaltungsstruktur vorhanden ist, gehen einige der dynamischsten Fortschritte von den lokalen Gemeinschaften aus. Im Jahr 2024 nahmen über 2 300 Landwirte an Schulungen zu guten landwirtschaftlichen Praktiken teil, die oft von Genossenschaften in Kleingruppensitzungen organisiert wurden, um den Wissensaustausch und die lokale Widerstandsfähigkeit zu fördern.