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Klimaschutz: Unser Weg zu "Net Zero"

Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Gesellschaft und unser Unternehmen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % gegenüber dem Basisjahr 2018 zu senken und spätestens bis 2050 Netto-Null zu erreichen. 


In Übereinstimmung mit den Vereinten Nationen1 bedeutet „Netto-Null“, dass die CO₂-Emissionen auf ein niedriges Niveau gesenkt werden, sodass nur noch Restemissionen verbleiben, die von der Natur und durch andere Maßnahmen zur CO₂-Beseitigung absorbiert und dauerhaft gespeichert werden können, wodurch durch menschliche Aktivitäten kein CO₂ mehr in die Atmosphäre gelangt.

Im Jahr 2019 haben wir unser Ziel bekannt gegeben, spätestens bis 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen (THG) zu erreichen. Im Jahr 2026 haben wir unseren zeitlich festgelegten Plan, "Roots of Net Zero (PDF, 14MB)", aktualisiert. Dieser bildet die Grundlage unserer konzernweiten Klimastrategie und dient als Transformationsplan, der auf einen 1,5-°C-Pfad ausgerichtet ist und von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert wurde.

Verbleibende Emissionen werden wir durch hochwertige naturbasierte Lösungen ausgleichen, beispielsweise durch Agroforstwirtschaft, Silvopastoral-Systeme sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Moorlandschaften. Unsere Zielsetzungen umfassen zudem die spezifischen Ziele für den Sektor Forstwirtschaft, Landnutzung und Landwirtschaft (FLAG)* für die Jahre 2030 und 2050.

*„Forest (Forstwirtschaft), Land (Landnutzung ) and Agriculture (Landwirtschaft)“

Unser Plan befasst sich mit den Emissionen der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Kategorien und umfasst Maßnahmen wie die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei der Beschaffung unserer Zutaten, den Ausbau der regenerativen Landwirtschaft und die Umstellung auf erneuerbare Elektrizität.
Unser Plan stützt sich teilweise auf neue Technologien und politische Massnahmen, die die Dekarbonisierung der Wirtschaft unterstützen. Verbleibende Emissionen werden wir durch hochwertige natürliche Klimalösungen ausgleichen. 

Fast alle unsere Treibhausgasemissionen (~95 %) stammen aus Scope-3-Emissionen**. Zutaten aus Milchwirtschaft und Tierhaltung sind die größte Einzelquelle unserer Scope-3-Emissionen und machen etwa 30 % der Treibhausgasemissionen von Nestlé aus.

*Die Netto-Reduktion (%) der Treibhausgasemissionen (THG) gegenüber dem Basisjahr 2018 umfasst auch Entnahmen innerhalb der Wertschöpfungsketten und Beschaffungslandschaften von Nestlé (vorbehaltlich der Veröffentlichung der SBTi-Leitlinien zur Neutralisierung).
Bestimmte Emissionskategorien sind von unserem SBTi-Netto-Null-Ziel ausgenommen. Trotz dieser Ausnahmen sind 90 % unserer gesamten Scope-3-Emissionen in den Geltungsbereich und die Zielsetzung für Netto-Null einbezogen.

Erklärung wichtiger Begriffe

Regenerative Landwirtschaft

Im Einklang mit der Plattform für nachhaltige Landwirtschaft definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen – vor allem den Boden, aber auch Wasser und die biologische Vielfalt – zu erhalten und wiederherzustellen, dabei Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse zu binden und die Existenzgrundlage der Landwirte zu sichern. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind unter anderem reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19MB).

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Klima: Regenerative Landwirtschaft.

Naturbasierte Lösungen

Naturbasierte Lösungen sind Strategien, die natürliche Prozesse und Ökosysteme nutzen, um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen und gleichzeitig positive Wirkungen für Menschen, Klima und Natur zu erzielen. Sie umfassen Maßnahmen zum Schutz, zur nachhaltigen Bewirtschaftung und zur Wiederherstellung natürlicher sowie veränderter Ökosysteme. Beispiele hierfür sind Agroforstwirtschaft, nachhaltiges Bodenmanagement sowie die Renaturierung von Mooren und die Wiederherstellung von Waldökosystemen.

Netto-Null bis 2050

50 %
Netto-Null

Was wir tun, um Emissionen zu reduzieren

Reduzierung und Bindung von Treibhausgasen

Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen, reduzieren wir die Emissionen in unserem gesamten Unternehmen und in unseren Lieferketten.

Unsere „Roots of Net Zero“ - Klima- und Naturstrategie sowie unser Transformationsplan erläutern unter anderem, wie wir eine verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen vorantreiben, mit Lieferanten, Landwirt:innen und lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten, um regenerative Landwirtschaft im großen Maßstab zu fördern.

Regenerative Landwirtschaft zielt darauf ab, die Bodengesundheit zu verbessern, Kohlenstoff im Boden zu binden sowie weitere natürliche Ressourcen zu schützen und wiederherzustellen. Sie ergänzt unsere Maßnahmen zur verantwortungsvollen Beschaffung, bei denen wir die Rückverfolgbarkeit unserer Rohstoffe verbessern und die Produktionsbedingungen anhand unserer Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen überwachen.

Zur Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen setzen wir auf Effizienzsteigerungen in Produktion, Verpackung und Logistik. Wir senken den Energieverbrauch in unseren eigenen Fabriken und Logistikstandorten. Dazu investieren wir unter anderem in Energieeffizienzmaßnahmen, entwickeln Produktionsprozesse weiter und erhöhen den Einsatz erneuerbarer Energien.

Das Risiko von Entwaldung reduzieren wir, indem wir zentrale Rohstoffe* als entwaldungsfrei bewerten und beschaffen. Unser Plan umfasst außerdem Maßnahmen zur Kohlenstoffbindung durch naturbasierte Lösungen, beispielsweise Agroforstwirtschaft, Silvopastoralsysteme sowie die Wiederherstellung von Wäldern und Moorlandschaften. Diese Projekte werden in den Regionen umgesetzt, aus denen wir unsere Rohstoffe beziehen, und unterstützen die Wiederaufforstung, die Renaturierung von Feuchtgebieten sowie den Schutz von Mooren. Gleichzeitig fördern sie die Biodiversität, stärken lokale Gemeinschaften und schaffen messbare Klimavorteile durch zusätzliche Kohlenstoffbindung.

*Kakao, Rohkaffee (grüner Kaffee), Fleisch, Palmöl, Zellstoff und Papier, Soja sowie Zucker.

Erklärung wichtiger Begriffe

Entwaldungsfrei

„Entwaldungsfrei“ bedeutet, dass die betreffenden Rohstoffe nachweislich auf Flächen produziert wurden, die nach einem bestimmten Stichtag – der je nach Rohstoff variiert, jedoch spätestens am 31. Dezember 2020 liegt – weder abgeholzt noch umgewandelt wurden.

Verantwortungsvolle Beschaffung

Für Nestlé bedeutet verantwortungsbewusste Beschaffung, die Rückverfolgbarkeit unserer Zutaten zu verbessern und zu überwachen, wie diese hergestellt werden. Dazu gehört die Anwendung unserer Umwelt- und Menschenrechtsanforderungen – die in unseren Responsible Sourcing Core Requirements (PDF, 2 MB) detailliert beschrieben sind – in den verschiedenen Phasen unserer Lieferkette. Zu diesen Anforderungen gehört beispielsweise, dass das Land und die Ressourcen indigener Völker und lokaler Gemeinschaften respektiert werden und dass in unserer Lieferkette keine Entwaldung und keine Umwandlung von Wäldern und anderen Ökosystemen stattfindet.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Verantwortungsvolle Beschaffung.

Grüner Kaffee bzw. Rohkaffee:

Grüner Kaffee ist die Bezeichnung für die rohen, noch nicht gerösteten Bohnen der Kaffeepflanze.