Income Accelerator
Wir helfen Kakaoanbaugemeinschaften bei der Steigerung ihres Einkommens
Unser „Nestlé Income Accelerator“-Programm für Kakaoanbauerfamilien hat die Phase der groß angelegten Erprobung erfolgreich abgeschlossen.
Kakaoanbaugemeinden stehen vor enormen Herausforderungen, die von ländlicher Armut und zunehmenden Klimarisiken bis hin zu mangelndem Zugang zu Finanzdienstleistungen und grundlegender Infrastruktur wie Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung und Bildung reichen.
Diese Faktoren können zu sozialen Problemen führen, darunter auch das Risiko von Kinderarbeit in Familienbetrieben. Indem das Programm Familien dabei unterstützt, die Lücke zu einem existenzsichernden Einkommen zu schließen, zielt es darauf ab, sowohl das Risiko von Kinderarbeit als auch andere durch Armut bedingte soziale Probleme zu bekämpfen. Das „Income Accelerator“-Programm ist ein wichtiger Bestandteil des Aktionsplans für existenzsichernde Einkommen (PDF, 2 MB), einem unserer zehn wichtigsten Menschenrechtsthemen.
Erklärung wichtiger Begriffe Existenzsicherndes Einkommen Der Begriff „existenzsicherndes Einkommen“ bezeichnet das Nettoeinkommen, das ein Haushalt erzielen muss, damit alle Haushaltsmitglieder einen würdigen und angemessenen Lebensstandard führen können. Dazu gehören die Deckung grundlegender Bedürfnisse wie Ernährung, Wasser, Wohnen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Transport, Kleidung und weiterer wesentlicher Ausgaben sowie die Möglichkeit, Rücklagen für unvorhergesehene Ereignisse zu bilden. |
Seit dem Start des Nestlé Income Accelerator Programms im Jahr 2022 wurde die Reichweite kontinuierlich ausgebaut. Ursprünglich verfolgte Nestlé das Ziel, bis 2030 rund 160.000 Kakaobauernfamilien zu unterstützen. Derzeit nehmen etwa 45.000 Familien am Programm teil. Mit der Weiterentwicklung der "TogetherCocoa" Foundation wird das Engagement künftig weiter ausgebaut und der Ansatz fortlaufend angepasst. Dabei soll die Unterstützung sowohl über die direkte Lieferkette als auch über die Aktivitäten der Stiftung ausgeweitet werden.
Mehr zur unabhängigen Prüfung ausgewählter Nachhaltigkeitskennzahlen von Nestlé erfahren Sie im Abschnitt „Appendix 9 – Assurance Statement“ des Non-Financial Statement 2025 (PDF, 18MB)
Unterstützung von Kakaoanbaufamilien auf dem Weg zu einem existenzsichernden Einkommen
Unser Income Accelerator Programm zielt darauf ab, die Lebensgrundlagen von Kakaoanbaufamilien zu verbessern. Dabei werden die Familien nicht nur für die Menge und Qualität ihrer Kakaobohnen belohnt, sondern auch für Maßnahmen wie Agroforstwirtschaft, die Einschulung von Kindern und die Diversifizierung ihrer Einkommensquellen.
Der Ansatz des Programms soll eine langfristige Wirkung erzielen, indem Anreize für den Schulbesuch von Kindern geschaffen und gleichzeitig regenerative Landwirtschaft sowie die Gleichstellung der Geschlechter gefördert werden. Das Programm honoriert Praktiken, die die Produktivität der Anbauflächen steigern und zusätzliche Einkommensquellen erschließen. Dadurch soll die Lücke zum existenzsichernden Einkommen verringert und zum Schutz von Kindern beigetragen werden.
Was wir fördern:
- Einschulung aller Kinder im Haushalt im Alter von 6-16 Jahren
- Gute landwirtschaftliche Praktiken, wie zum Beispiel den Baumschnitt, für bessere Ernten und höhere Erträge
- Agroforstwirtschaftliche Aktivitäten für bessere Klimaresistenz, indem zum Beispiel Schattenbäume gepflanzt werden
- Diversifiziertes Einkommen, zum Beispiel durch den Anbau anderer Feldfrüchte, Viehzucht (wie Hühner- oder Bienenzucht) oder die Verarbeitung anderer Produkte wie Maniok
Diese Anreize werden zusätzlich zu den Prämien gewährt, die Landwirtinnen und Landwirte für zertifizierten Kakao erhalten.
Erklärung wichtiger Begriffe Regenerative Landwirtschaft Im Einklang mit der Plattform für nachhaltige Landwirtschaft definiert Nestlé regenerative Landwirtschaft als einen landwirtschaftlichen Ansatz, der darauf abzielt, natürliche Ressourcen – vor allem den Boden, aber auch Wasser und die biologische Vielfalt – zu erhalten und wiederherzustellen, dabei Kohlenstoff im Boden und in der pflanzlichen Biomasse zu binden und die Existenzgrundlage der Landwirte zu sichern. Beispiele für Praktiken der regenerativen Landwirtschaft sind unter anderem reduzierte Bodenbearbeitung und Agroforstwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie in unserem Nestlé Agriculture Framework (PDF, 19MB). Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Seite Klima: Regenerative Landwirtschaft. Gute landwirtschaftliche Praktiken Landwirtschaftliche Praktiken auf Betriebsebene sowie nachgelagerte Maßnahmen nach der Ernte, die eine effiziente landwirtschaftliche Produktion sicherstellen und dabei ökologische, soziale und wirtschaftliche Leistungsziele berücksichtigen. |
Auf Erfahrungen aus dem Nestlé Cocoa Plan aufbauen
Unser Initiative baut auf der Arbeit auf, die wir seit mehr als einem Jahrzehnt im Rahmen des „Nestlé Cocoa Plan“ leisten, um die Lebensgrundlagen von Kleinbauern in unseren Kakao-Lieferketten zu verbessern. Die Erkenntnisse aus diesem Programm fließen in unseren aktuellen Ansatz ein, der sich auf Initiativen konzentriert, die sich bereits positiv auf Bauernfamilien ausgewirkt und das Risiko von Kinderarbeit verringert haben.
Die Ergebnisse der Testphase sind ermutigend
Die jüngste unabhängige Evaluierung durch das KIT Institute zeigt deutliche Fortschritte bei den Kakaoanbauhaushalten in der Elfenbeinküste:
- +4 % höhere Kakaoproduktion (kg/ha) im Vergleich zu 2022, während die Vergleichsgruppe einen Rückgang von 16 % verzeichnete.
- +190 % höheres Nettoeinkommen aus Kakao (USD) im Vergleich zu 2022, gegenüber einem Anstieg von +100 % in der Vergleichsgruppe.
- +31 Prozentpunkte höheres Nettoeinkommen aus Kakao, selbst bei Anwendung konstanter Kakaopreise.
- Verbesserungen bei der Stärkung der Rolle von Frauen, den Ersparnissen und der Ernährungssicherheit.
Diese Ergebnisse bestätigen, dass der integrierte Ansatz des Programms aus landwirtschaftlicher Unterstützung, Unterstützung der Haushalte und bedingten Geldtransfers dazu beiträgt, Produktivität, Einkommen und Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Während die Einkommen aus dem Kakaoanbau deutlich gestiegen sind, fällt die Entwicklung des gesamten Haushaltseinkommens differenzierter aus. Dies unterstreicht die Bedeutung weiterer Maßnahmen zur Diversifizierung der Einkommensquellen.
Direkte finanzielle Förderung zur Steigerung des Einkommens
In den ersten beiden Jahren können Kakaoanbauerfamilien durch die Teilnahme am Programm und das Erreichen der damit verbundenen Ziele jährlich bis zu 500 Schweizer Franken an direkten Bonuszahlungen verdienen. Wenn sich das Einkommen der Bauern durch zusätzliche Einnahmequellen und bessere Erträge erhöht, wird der Geldanreiz auf 250 Schweizer Franken reduziert.
Das Einkommensförderungsprogramm zahlt die Geldprämien direkt an die Bauern über sichere mobile Überweisungen aus. Die Geldprämie wird zu gleichen Teilen zwischen dem männlichen und dem weiblichen Haushaltsvorstand aufgeteilt, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, finanzielle Verantwortung zu teilen und widerstandsfähigere Haushalte aufzubauen.
Verbesserungsmöglichkeiten
Während der Testphase im großen Maßstab traten einige Probleme bei der Einrichtung von Mobile-Money-Konten auf, wodurch sich einige Zahlungen verzögerten. Wir nehmen nun die Dienste eines Mobile-Money-Anbieters in Anspruch, um die Anmeldung und die Benachrichtigung über eingehende Zahlungen für die Bauernfamilien zu vereinfachen und zu erleichtern.
Zusammenarbeit ist entscheidend
Ohne die Unterstützung und den Beitrag unserer langjährigen Partner wäre unser Programm nicht möglich. Gemeinsam mit IDH (The Sustainable Trade Initiative), ICI (International Cocoa Initiative), der Rainforest Alliance, Regierungen, Lieferanten, Genossenschaften und Bauern werden wir das Programm kontinuierlich messen, bewerten und stärken, um für die Bauernfamilien eine maximale Wirkung zu erzielen.
Verbesserte Rückverfolgbarkeit und Transparenz
Gleichzeitig gestalten wir unsere Beschaffung neu, um alle unsere Kakaoprodukte vom Ursprung bis zur Fabrik zu trennen und zurückzuverfolgen. Dies wird zu mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in der Lieferkette führen und unseren Verbrauchern gleichzeitig mehr Einblick in die Herkunft unserer Zutaten geben.

