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Forum Alpbach 2023: Nestlé thematisiert die Bedeutung regenerativer Landwirtschaft für eine nachhaltige Zukunft unserer Ernährungssysteme

Im Rahmen einer Expertenrunde während der „Austria in Europe Days“ diskutierten Katja Seidenschnur, Nestlé Sustainability Director Europa, Ulrike Middelhoff, AGRANA Group Head of Sustainability sowie der österreichische Landwirt und Obmannstellvertreter des Vereins Boden ist Leben, Hans Gnauer, mit zahlreichen Teilnehmer:innen in Alpbach darüber, welche Innovationen, Techniken und Methoden es braucht, um regenerative Lebensmittelsysteme voranzutreiben.
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Nestlé EFA

Der Klimawandel und Umweltbedrohungen wie die Zerstörung von Wäldern, Land, Böden und Gewässern haben enorme Auswirkungen auf Landwirte und Gemeinschaften. Diese Bedrohungen gefährden den Lebensunterhalt der Landwirte sowie den Zugang zu und die Verfügbarkeit von hochwertigen Lebensmitteln.

Nestlé setzt sich seit 2020 im Rahmen ihrer Strategie zur Erreichung ihrer Klimaziele für regenerative Landwirtschaft ein. “Fast zwei Drittel unserer Treibhausgasemissionen stammen von der Produktion unserer landwirtschaftlichen Zutaten, damit liegt hier der große Hebel, um unsere Emissionen zu reduzieren. Der Ansatz der regenerativen Landwirtschaft hilft uns nicht nur dabei CO2 zu binden, sondern trägt auch zur Verbesserung der Bodengesundheit, der Biodiversität als auch der Wasserqualität bei - und somit langfristig auch zum Einkommen der Landwirte“, erklärt, Katja Seidenschnur, Nestlé Sustainability Director für Europa. „Nestlé ist das größte Nahrungsmittelunternehmen der Welt, aber wir können den Übergang zu einem regenerativen Ernährungssystem nicht allein stemmen. Wir müssen mit unseren Partnern in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Wir ermutigen auch die politischen Entscheidungsträger, Gesetze zu erlassen, um die Landwirte bei der Umstellung auf nachhaltigere, regenerative landwirtschaftliche Methoden zu unterstützen“, so Seidenschnur.

Den Bedarf für Zusammenarbeit sowie mehr Bewusstseinsbildung unterstreichen die Vertreter der Wertschöpfungskette im Rahmen der Diskussion in Alpbach.

„Auch bei AGRANA, als Veredler agrarischer Rohstoffe für weiterverarbeitende Industrien, stellen Emissionen aus dem Anbau mit rund 80 % den größten Eintrag in den Corporate Carbon Footprint dar. Regenerative Agrarpraktiken stellen dabei einen wichtigen Hebel zur Reduktion dieser Emissionen und zur Erhöhung der Klimawandelresilienz dar. Die Einführung und Förderung regenerativer Landwirtschaft gelingt nur über die gesamte Wertschöpfungskette, d.h. gemeinsam mit unseren Lieferanten, im Einklang mit anderen Abnehmern sowie mit passender Regulatorik für die landwirtschaftliche Produktion. Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung auf allen Ebenen sind wichtig“, so Ulrike Middelhoff, AGRANA Group Sustainability Manager.

Hans Gnauer, Obmann Stellvertreter vom Verein Boden ist Leben bekräftigt: „Im Hinblick auf das weitere Voranschreiten des Klimawandels ist es für die Landwirte wichtig, durch neue Versuche und Bearbeitungsverfahren die Böden weiter zu optimieren, um in Zukunft als Landwirt bestehen und ein akzeptables Einkommen erwirtschaften zu können. Im Rahmen unserer Vereinsarbeit bieten wir Unterstützung und Bewusstseinsbildung in allen Bereichen rund um das Thema Boden mit praxisorientierter Forschungsarbeit, Beratung von Bauern für Bauern, Fachtage, Feldtage und Workshops“.

Nestlé EFA

Konzept und Anwendung regenerativer Landwirtschaft
Die regenerative Landwirtschaft zielt auf die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz der Biodiversität als auch den Erhalt der Wassereinzugsgebiete ab. Gesunde Böden können eine wichtige Rolle als CO2-Senke spielen, indem sie CO2 aus der Atmosphäre binden. Damit sind sie auch resistenter gegenüber sich verändernden Wetterbedingungen. Beispiele für regenerative landwirtschaftliche Praktiken sind der Fruchtwechsel, minimale Bodenbearbeitung, oder das Pflanzen von Zwischenfrüchten. Nestlé versteht darüber hinaus auch agro-forstwirtschaftliche oder Maßnahmen in der Viehwirtschaft als Teil ihres Rahmenwerks für eine regenerativer Landwirtschaft.

Gemeinsam mit ihren Partnern sowie dem Netzwerk aus über 500.000 Landwirten und 150.000 Lieferanten fördert Nestlé weltweit regenerative Anbaumethoden, und investiert dafür bis 2025 rund EUR 1,26 Milliarden. Das Unternehmen integriert die Förderung von den für die jeweilige Kultivierung förderlichen Maßnahmen auch verstärkt in ihre spezialisierten Nachhaltigkeitsprogramme, wie etwa gegenüber Kleinbauern im Kaffee oder Kakaoanbau (Nestlé Cocoa Plan und Nescafé Plan). Bis 2025 sollen 20%, und bis 2030 50% der wichtigsten landwirtschaftlichen Zutaten aus regenerativer Landwirtschaft stammen.

Auch in der Lieferkette findet regenerative Landwirtschaft schon nennenswerte Unterstützung. AGRANA arbeitet seit einigen Jahren an der Förderung von regenerativer Landwirtschaft. In ihrem Fruchtbereich hat AGRANA den ersten Leitfaden für regenerative Landwirtschaft bei Baum-, Busch- und Bodenfrüchten entwickelt, um Lieferanten und Landwirten praktische Umsetzungsunterstützung anbieten zu können.

Über das Forum Alpbach: Stipendien für junge Teilnehmer:innen
Das Europäische Forum Alpbach (EFA) bringt junge Menschen aus Europa und der ganzen Welt mit den innovativsten Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kultur und Wissenschaft zusammen, um Ideen für ein starkes und demokratisches Europa zu entwickeln. Das Talent Forum ermöglicht Student:innen bzw. jungen Berufstätigen die Teilnahme an einem einzigartigen Programm bestehend aus Seminaren, einem hochrangigen Forum und unzähligen sozialen Aktivitäten.

Nestlé förderte heuer auch erstmals zehn Stipendien für die Teilnahme am Forum Alpbach. Diese werden von der EFA an hochmotivierte junge Menschen vergeben, die in einem selektiven Bewerbungsprozess ausgewählt werden. „Das Forum Alpbach ist ein idealer Ort, um zentrale Fragen wie die Zukunft der Ernährungssysteme gemeinsam mit vielen jungen Menschen, die unsere Zukunft aktiv mitgestalten möchten, zu diskutieren“, sagt Nestlé Österreich Geschäftsführer Cedric Boehm.

Kontakt
Mag. Katharina Keimelmayr
Tel.: +43-1-546 71-537
[email protected]